Roadtrip durch Norwegen: von Oslo bis zum Nordkap (Teil 4)

Dez 28, 2011 Kommentare deaktiviert

Lofoten

Die Lofoten sind die wohl schönste Inselkette, die Norwegen zu bieten hat. Mitten aus dem Meer erstrecken sich schroffe Felsen, die atemberaubend in die Höhe ragen, so dass einem bereits beim bloßen Anblick dieser Felsformationen schwindelig wird. Nur lose sind die einzelnen Inseln aneinander gereiht und durch zahlreiche Brücken verbunden. Die Durchquerung der Lofoten macht also auch per Auto auf den engen und schlangenlinienförmigen Straßen Spaß.

Land’s End in Å

Ist man mit der Fähre wohlbehalten in Moskenes angekommen, ist es bis Å nicht weit. Å ist ein kleines Dorf am westlichsten Punkt der großen Insel Moskenesøy. Hier endet im wahrsten Sinne des Wortes die Straße und vor einem erstreckt sich nur noch das kalte Nass des Meeres und ein grandioser Ausblick auf die Nachbarinseln Værøy und Røst, die man neben der Fähre auch spektakulär mit dem Helikopter erreichen kann. Das kleine Dörfchen Å hat gerade einmal um die hundert Einwohner. Täglich zieht es aber genau dieselbe Anzahl an Touristen in den Ort, denn hier ist beispielsweise das Norwegische Fischereimuseum und das Stockfisch-Museum ansässig. Außerdem findet man in Å zahlreiche der für die Lofoten typischen Rorbuer-Häuser.

Grandioser Ausblick auf Reine

Folgt man der Straße E10 in Richtung Osten ist es bis Reine nicht weit. Hier führt ein mehr als steiler Wanderweg einen der schroffen Felsen hinauf. Die Wanderung ist anstrengend und nur etwas für schwindelfreie Menschen. Doch nach etwas 2 Stunden wird man mit einem der schönsten Ausblicke Norwegens belohnt – über das kleine, verschlafene Reine und den Großteil der Insel Moskenesøy mit seinen Felsformationen und dem Meer, das sich darum herum schmiegt.

Verschiedene kleine Highlights der Lofoten

Auf den norwegischen Lofoten lässt sich so einiges entdecken. Sehenswert sind vor allem die vielen kleinen Fischerdörfer abseits der großen Hauptstraße, wie zum Beispiel Nussfjord. Zudem lassen sich verschiedene Buchten bewundern, die man durch mehr oder weniger kurze Wanderungen erreicht. Ein Highlight sind beispielweise die Buchten Horseidvikka oder Kvalvikka an der Nordseite der Lofoten, die Besucher mit Einsamkeit und Ruhe belohnen. Aber auch kulturellen Spuren lässt sich auf den Lofoten nachgehen. Hier findet sich beispielsweise das Wikinger-Museum im Ort Borg, das über ein Original-Gebäude aus der Wikingerzeit verfügt. Mit einer Replika eines alten Wikingerboots werden hier außerdem Ausflüge über das Meer gemacht. So kommt Spaß bei Groß und Klein auf und jeder kann sich für kurze Zeit wie ein Wikinger fühlen.

Mitternacht auf den Lofoten

Eine besonders empfehlenswerte Reisezeit für die Lofoten ist die Zeit um Mittsommer herum. Zu dieser Zeit wird es praktisch nie dunkel und selbst um Mitternacht scheint von Zeit zu Zeit die Sonne. Dabei offenbart sich dem Besucher ein wahres Spektakel. Stundelang kann man in einer romantischen Bucht sitzen und einen endlosen Sonnenuntergang genießen. Hier lässt es sich auch problemlos zelten, da in Norwegen das Jedermanns-Recht gilt. So kann man sein Zelt einfach an dem Ort aufschlagen, wo es einem am besten gefällt und für eine Nacht verweilen. Gerade die Lofoten bieten so einige gemütliche Fleckchen.

Die Reise geht weiter…

Roadtrip durch Norwegen: von Oslo bis zum Nordkap (Teil 5) – Narvik bis Nordkap

 

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