Roadtrip durch Norwegen: von Oslo bis zum Nordkap (Teil 3)

Dez 27, 2011 Kommentare deaktiviert

Soweit nördlich Trondheim für manch einen auch liegen mag, hat man gerade einmal die Hälfte des Landes hinter sich gebracht. Vor einem liegt Norwegen mit der zerklüfteten Inselkette Lofoten oder dem Polarkreis. Highlights, die man sich auf dem Weg zum Nordkap auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Trondheim bis Bodø

Wir passieren den Polarkreis

Von Trondheim aus führt die Bundesstraße E6 weiter gen Norden. Am Weg liegen größere Ortschaften wie Mosjøen oder Mo i Rana. Das absolute Highlight ist allerdings die Überquerung des Polarkreises, der nördliche Wendekreis. Hier befindet sich das symbolische Tor zum Norden und es wird offiziell – man ist auf dem Weg zum Nordkap, dem nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes.

Am Polarkreis erwartet Touristen das Polarkreis-Zentrum mit einigen Informationen zum norwegischen Polarkreis, der Geschichte aus den Kriegsjahren und verschiedenen Gelegenheiten für Souvenirs und typisch norwegisches Essen. Dahinter haben es sich viele Menschen zum Spaß gemacht, kleine Steine zu Haufen aufzutürmen. Ein irgendwie bizarres Bild! Am Polarkreis merkt man, dass sich die Landschaft Norwegens spürbar verändert. Die Landschaft mit tiefen Fjorden und steilen Felsen liegt hinter einem. Ab hier wird es karger, baumloser und die Weiten, die vor einem liegen, scheinen unendlich. Der Polarkreis ist zudem ein schöner Ausgangspunkt für Wanderungen. Folgt man weiterhin der Route der Europastraße E6 erwarten einen kaum Highlights, da die Straße nicht an der norwegischen Küste entlang führt, sondern durch das Landesinnere. Am Wegesrand lauern kleine Spektakel, wie die größte Lachstreppe Norwegens, an der man ausharren und darauf warten kann, dass Lachse in die Luft springen oder Grotten, wie die Grønligrotta, die man in Begleitung eines Guides betreten kann. Hier erleben Besucher bizarre Felsformationen oder einen großen Granitblock, der sich auf faszinierende Art und Weise seinen Weg in das Innere der Hölle gebahnt hat.

Bodø – Das Tor zu den Lofoten

Von Trondheim aus schafft man es relativ schnell in die Hafenstadt Bodø. Von hier verkehren täglich Fähren auf die Inselkette der Lofoten – und diesen kleinen Umweg sollte man auf alle Fälle in Kauf nehmen. Die Stadt Bodø wurde während des Zweiten Weltkrieges nahezu komplett zerstört. Das erklärt, warum die Architektur hier relativ unspektakulär und zweckmäßig daher kommt. Der Ort ist relativ verschlafen und bietet eine tolle Gelegenheit, die eigenen Vorräte aufzufrischen und eine geeignete Verbindung zu den Lofoten zu suchen.

Mit der Fähre von Bodø auf die Lofoten

Täglich fahren bis zu drei Fähren von Bodø auf die Lofoten. Die Inselkette ist in verschiedene Inseln unterteilt und so kann sich jeder individuell seinen  Ausgangspunkt für einen Besuch auf den Lofoten auswählen. Zu empfehlen ist beispielsweise der Hafen von Moskenes. Dort landen man fast am westlichsten Punkt der westlich gelegenen Insel Moskenesøy. Von dort aus kann die ganze Inselkette von Westen nach Osten durchfahren werden. Bereits die Einfahrt im Hafen von Moskenes ist ein wahres Highlight. Von hier aus kann man den ersten Blick auf die gewaltigen Felsen der Lofoten werfen. Ein beeindruckendes Schauspiel!

Die Reise geht weiter…

Roadtrip durch Norwegen: von Oslo bis zum Nordkap (Teil 4) – Lofoten

Roadtrip durch Norwegen: von Oslo bis zum Nordkap (Teil 5) – Narvik bis Nordkap

 

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