Backpacking in Neuseeland – Teil 1: Tipps für die Reiseplanung

Jul 26, 2013 No Comments

Wer eine Tour durch Neuseeland machen möchte, muss dafür erst einmal quer über den Erdball reisen. Stolze 18.384 km liegen nämlich zwischen dem heimischen Herd in Deutschland und Aotearoa, wie es auf Māori heißt. Um ein bisschen Orientierung für die Reiseplanung in die Ferne zu schaffen, soll euch dieser Blogbeitrag die wichtigsten Fakten und Tipps an die Hand geben.

Anreise nach Auckland oder Christchurch

Als kleine Vorwarnung, der Flug von Deutschland nach Neuseeland dauert ungefähr 24 Stunden und geht über Nordamerika oder Asien. Je nach Laune und Budget kann man dabei die Gelegenheit nutzen und ein paar Tage Aufenthalt für einen Zwischenstopp einplanen. New York, San Francisco und Seoul bieten sich hier ebenso an, wie Sydney oder Dubai. Die zurückgelegten Kilometer schlagen sich allerdings auch im Preis nieder. Zwischen 1200 und 1500€ sollte man für Hin- und Rückflug kalkulieren. Auch hier gilt: Wer früher bucht, kann durchaus ein günstigeres Angebot bekommen. Zielflughäfen sind Auckland oder Christchurch.



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Visum: Touristenvisum oder Working Holiday?

Wer Neuseeland für einen Zeitraum unter drei Monaten bereisen möchte, braucht dafür kein Visum. Hier genügt ein gültiger Reisepass. Allerdings muss bei der Einreise ein Rück- oder Weiterflug sowie ein Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel für den Unterhalt der Reise vorgelegt werden. Wer eine längere Reise plant, besorgt sich am besten ein Working Holiday Visum. Damit kann man ein Jahr bleiben und sogar legal auf Jobsuche gehen, wenn das Budget zur Neige gehen sollte. Das Visum muss jedoch mindesten sechs Wochen zuvor beantragt werden. Was dazu alles nötig ist, finden Sie auf der offiziellen Website.

Einreisebedingungen nach Neuseeland

Ansonsten muss man bei der Einreise beachten, dass man keine Samen, Pflanzen oder sonstiges Gestrüpp bei sich hat. Neuseeland hat eine einzigartige Flora und Fauna, die möglichst von äußeren Einflüssen durch den Tourismus geschützt werden soll. Es kann also durchaus sein, dass ein neuseeländischer Zollbeamter eure Stiefel unter die Lupe nimmt, um zu prüfen, ob Schlamm oder Moose daran haften. Eine besondere Impfung ist im Übrigen nicht nötig. In Neuseeland begegnen euch weder exotische Krankheiten noch gefährlichen Raubtiere, Schlangen oder Insekten. Einzige Ausnahme ist die Kapito Spinne. Die ist jedoch sehr selten und nur mit viel Mühe in Gehölzen in Strandnähe zu finden.

Lebenshaltungskosten

Ein kühles Bier am Hafen von WellingtonFür Unterkunft, Benzin, Freizeitaktivitäten und Sportangebote muss man in Neuseeland nicht viel Budget kalkulieren, da das Preisniveau im Vergleich zu Deutschland recht niedrig ist. Lebensmittel, insbesondere Milchprodukte und Fleisch, sind hingegen etwas teurer. Auch für Tabakwaren und Alkohol muss etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden als hier zu Lande. Zum Vergleich, für ein Bier im Pub zahlt man ungefähr 7 NZD (=4,20€), dafür liegt der Liter Normalbenzin derzeit nur etwa bei 2 NZD (= 1,20€). Ein Euro entspricht momentan übrigens ca. 1,65 NZD.

Reisedauer für Neuseeland

Neuseeland ist mit 268.680 Quadratkilometern von der Fläche vergleichbar mit Großbritannien. Das ist zwar nicht übermäßig groß, aber es gibt dort sehr viel zu sehen. Um das Land also ausgiebig zu erkunden, lohnt es sich, drei Monate oder sogar länger zu bleiben. Wer nicht so viel Zeit hat, kann sich auch für eine der beiden Inseln entscheiden und einen kürzeren Trip für einige Wochen planen. Außerdem sollte man unbedingt berücksichtigen, dass die Jahreszeiten in Neuseeland genau umgekehrt sind. Weihnachten findet mit BBQ am Strand statt und im Juli kann man dort Schlitten fahren. Die optimale Reisezeit ist ab November bis März/April.

Die Nordinsel:

Die meisten Einwohner haben sich auf der Nordinsel nieder gelassen. Dadurch gibt es dort größere Anzahl an Städten als auf der Südinsel. Eindrucksvolle Natur ist jedoch trotzdem in großen Mengen vorhanden. Hier kann man die 600 Jahre alten Sequoia Mammutbäume im Northland bestaunen, sich dem Tongariro Crossing stellen oder sich entspannt nach der Shopping Tour am Peer von Welington ein Bierchen trinken. Das Angebot ist also sehr vielseitig.

Die Südinsel:

Küste der Süddinsel auf Neuseeland Die Südinsel von Neuseeland bietet Natur pur und auch die Einwohnerzahl ist hier deutlich geringer. Hier locken viele Nationalparks mit Bergen, Gletschern und Fjorden Wanderer und Fans von unberührten Landschaften an. Außerdem kann man den verschiedensten Sportarten nachgehen. Von Surfen über Sea Kajakting bis Skifahren oder Klettern ist für jeden etwas dabei. Das Klima ist auf der Südinsel jedoch etwas rauer.

 

Die Entscheidung fällt also nicht leicht und ist, wie so oft, Geschmackssache. Wenn man allerdings die ersten Tipps für die Reiseplanung beherzt, kann man sicherlich ohne Stress und Hindernisse seine Tour durch Neuseeland starten und sich von der Insel verzaubern lassen.

Noch mehr Wissenswertes über Neuseeland erfahrt Ihr in den folgenden Teilen unserer Reihe Backpacking in Neuseeland.

Bildlizenzen: Amelie Zenglein
Australien, Backpackers World
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