Kambodscha: Siam Reap und Angkor Wat
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Am größten Süßwassersee Südostasiens, dem Tonle Sap liegt die Kambodschanische Provinz Siam Reap. Aber nicht nur die weltberühmten Tempel Angkor Wat laden hier zum verweilen ein, auch die schwimmenden Dörfer und andere Highlights warten in Siam Reap darauf, entdeckt zu werden.
Tonle Sap
Ein ganz besonderes Phänomen bietet der See Tonle Sap, mit seinem gleichnamigen Fluss, selbst. Eigentlich fließt der Tonle Sap in Richtung des Phnom Penh, wo er auf den Mekong trifft. Jedes Jahr im Juni passiert nun etwas faszinierendes – der Fluss ändert seine Fließrichtung und fließt zurück in den See! Grund dafür ist der Monsun, der gewaltige Wassermassen aus den Gebirgen zurück in den See drängen, welcher sich daraufhin auf das 5fache seiner eigentlichen Größe ausdehnt. Besonders spannend ist neben der enormen Artenvielfalt, welche der See und seine Umgebung zu bieten hat, die Anpassung der menschlichen Bewohner an seine Launen. Sie wohnen auf Hausbooten, in Stelzenhäusern oder  in Floßhäusern. Ändert sich der Wasserstand, werden die Häuser einfach weiter „geschleppt“ – meist per Motorboot.


Tipp: Die Städte Prek Toal und Kompong Phluk. Prek Toal ist nach einer kleinen Tour über den See zu erreichen und besteht nur aus Häusern, die auf Bambusflößen gebaut wurden. Das gesamte Leben spielt sich hier auf dem Wasser ab, Boote sind Verkaufsstände und natürlich auch die einzigen Transportmittel. Kompong Phluk ist hingegen komplett auf Pfählen gebaut. Im Januar und Februar bereiten die meisten Bewohner dann Ihren Umzug in die provisorischen Fischerhütten am Ufer vor – ab Juni (bis Oktober) versinken die staubigen Straßen des Ortes dann komplett im Wasser.
Provinzhauptstadt Siam Reap (auch Siem Reap):
Das touristische Zentrum Kambodschas ist der Ausgangspunkt für die meisten Touren zur weltberühmten Tempelanlage von Angkor und dem See Tonle Sap. Die Stadt ist gänzlich dem Tourismus angepasst und liegt preislich etwas über den sonstigen Preisen in Kambodscha. Es gibt nichts, was es nicht gibt: Hotels in allen Preisklassen, Restaurants (egal ob einheimische oder westliche Küche), riesige Kaufhäuser und Seidenfarmen. Im französischen Viertel und rund um den Markt Psa Chas (Vergnügungsviertel) zeugen die schicken Häuser im westlichen Stil von der Kolonialzeit.
Tempelstadt Angkor
Die weltberühmte und atemberaubende Tempelanlage war jahrhundertelang vom Urwald verschlungen.  Erst seit 1992 ist Angkor Wat für westliche Touristen zugänglich. Oft wird Angkor Wat als das beeindruckteste sakrale Bauwerk der Erde bezeichnet. Es entstand etwa 800-1200 n. Chr. Mit damals unglaublichen 1 Millionen Einwohnern die damals größte Stadt der Erde und wohl auch eine der größten Hochkulturen. Die Stadt bot den Einwohnern ein hochentwickeltes Bewässerungssystem, welches den Reisanbau auch während der Trockenzeit ermöglichte. Die Tempel stellten eine Nachbildung des Universums aus der Sicht des Hinduismus dar – wirken jedoch wie atemberaubende Königspaläste. Der Untergang der Stadt ist noch nicht abschließend geklärt, Historiker vermuten aber, es hatte etwas mit dem nicht mehr funktionierendem Bewässerungssystem zu tun.
Kosten Angkor Wat: Wenn Sie keine Tour gebucht haben, sonder Angkor auf eigene Faust erkunden wollen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Tickets gibt es am Checkpoint (Straße zwichen Siem Reap-Angkor) zwischen 5-18Uhr. Für die Mehrtages-Tickets ist ein Passbild erforderlich. Die Preise liegen zwischen 20-60 Euro, je nach Ticket (Eintages- oder Mehrtagesticket) und aktuellem Wechselkurs. Imbissstände gibt es vor jedem Tempel. Planen Sie auch Kosten für TukTuks oder eine Taxifahrt durch das Gelände ein.
Es gibt zwei Hauptrouten für Besucher durch Angkor – den Petit und den Grand Circuit. Allein der kleine Rundweg beansprucht einen ganzen Tag. Am zweiten Tag könnte man zunächst den Grand Circuit besuchen und später die Roluos-Gruppe oder Banteay Srei besuchen.
Tipp: Kaufen Sie ab 16:30Uhr ein Ticket für den Folgetag, können Sie die Tempelanlagen schon zum Sonnenuntergang betreten – der einmalige Anblick der Tempel bei Sonnenuntergang entschädigt für die Touristenmassen, mit denen man sich diesen teilen muss.
Die Top 5 Tempel in Angkor:
- Angkor Wat – der größte und bekannteste Tempel
- Bayron – 172 Gesichter sind in diesen beeindruckenden Tempel gemeißelt
- Ta Phrom – meist fotografierter Tempel, verschmolzen mit den Urwaldriesen
- Preah Khan – Irrgarten im Dschungel
- Roluos-Gruppe – inmitten der Reisfelder




Kambodscha und Siem Reap haben mich in ihren Bann gezogen. Die Tempel dort sind atemberaubend und mystisch. Vergessen werde ich den Sonnenaufgang in Angkor Wat bestimmt nicht, sowie den Sonnenuntergang bei Srah Srang!